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Die BEconomics Company – das neue Unternehmen

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Das Modell der BEconomics definiert sich vor allem darüber, wie Unternehmen verfasst sind. Das Ideal der BEconomy ist das BEC, die BEconomics Company. Das BEC ist ein eigentümerloses Unternehmen, das Repräsentanten aller relevanten Gruppen der Zivilgesellschaft steuern und kontrollieren.

Unternehmen sind ungeheuer wichtig, bilden sie doch das Kernstück einer jeden Volkswirtschaft. In der kapitalistischen Marktwirtschaft gehören sie privaten Eigentümern, die ihr Unternehmen als Instrument betrachten, um reich oder noch reicher zu werden. Das Grundprinzip, das die Beziehungen zwischen den Privatunternehmen regeln soll, ist der Wettbewerb. Markwirtschaften erzeugen zwar einen höheren materiellen Wohlstand als beispielsweise zentralisierte Planwirtschaften.

Vornehm geht die Welt zugrunde. Geld / Macht / Luxus sind allzu oft die Hauptziele privaten Unternehmertums. Foto: AboutImages / Envato

Sie erzeugen allerdings auch eine sehr große Ungerechtigkeit bei der Verteilung von Einkommen und Vermögen. Und sie drängen den gesellschaftlichen Fokus viel zu sehr auf das Materielle, indem sie z.B. künstliche Bedürfnisse erzeugen. Produkte, die niemand braucht, die aber über Werbung als trendy verkauft werden. Die kapitalistische Marktwirtschaft und ihre Privatunternehmen weisen allerdings noch andere schwere Geburtsfehler auf. Dazu gehören unsinnige Parallelstrukturen (z.B. der mehrfache Bau von Kommunikations- und Energienetzen), durch die unnötige Kosten entstehen und Ressourcen verschwendet werden. Kurzum: Die kapitalistische Marktwirtschaft ist unfair und ineffizient. Der ständige Kampf um Märkte verursacht außerdem eine Krise nach der anderen.

Mehr zu den Dysfunktionen in der DNA der kapitalistischen Marktwirtschaft liest du hier.

Das autonome Unternehmen ohne Eigentümer

Die Alternative ist das BEC, die BEconomics Company. Das BEC hat keinen Eigentümer im klassischen Sinne, es ist Gemeingut (Commons) und dient diesem. Jedes BEC genießt also den Status der Autonomie – ist also auch kein staatliches Unternehmen. Denn Staatsunternehmen in Deutschland West wie Ost haben sich als ineffizient erwiesen, waren sie doch zu sehr fiskalischen und ideologischen Interessen von Regierungen ausgesetzt.

Das primäre Ziel des BEC besteht indes darin, die Bevölkerung angemessen mit Gütern zu versorgen. Das BEC ist zudem konsequent auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit ausgerichtet. Es darf Gewinne erwirtschaften. Diese werden zum Teil als „Arbeitsdividende“, als Mitarbeiter-Beteiligung ausgeschüttet, zum anderen Teil verbleiben sie im BEC, um wichtige Zukunftsinvestitionen zu finanzieren.

Im Aufsichtsrat des BEC sind Vertreter aller relevanten Gruppen der Zivilgesellschaft vertreten:

  • Wissenschaftliche Experten für Management und Finanzen sowie aus der Branche
  • Repräsentanten der Kundschaft und der Verbraucherzentralen
  • Branchenrelevante NGO-Vertreter
  • Beschäftigte des Unternehmens etc.

Diese Zusammensetzung soll für einen maximalen Interessenausgleich sorgen.

Typische Sitzung eines klassischen Aufsichtsrats: Die Alphatiere unter sich. Foto: Mayne Black mit Perplexity

Die Anzahl der notwendigen Unternehmen für eine Branche, die für die Wohlstandserzeugung optimale Marktstruktur, legt die staatsunabhängige Wettbewerbsbehörde fest, eine Art Bundeskartellamt mit erweiterten Kompetenzen. In einigen Branchen wird nur ein Anbieter am effektivsten agieren, in anderen deutlich mehr. Dabei wird es manchmal mehr und manchmal weniger Wettbewerb geben (die marktwirtschaftliche Komponente). In anderen Branchen liegt der Fokus stärker auf der Kooperation. Es regiert also die „coopetition“.

Mehr über das BEC erfährst du hier.

© The Economics Coach 2025 (Titelbild: Mayne Black mit DALLE)

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