Überraschungscoup: Elon Musk kauft Hertha BSC
Berlin (sed) – Der US-amerikanische Multimilliardär Elon Musk hat den Fußball-Zweitligisten Hertha BSC gekauft. Dies hat Musk auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt gegeben. „Ich werde Hertha wieder ganz groß machen“, kündigte Musk an. „Erst werden wir Meister. Dann holen wir uns den Champions-League-Titel!“ Hertha BSC war zuletzt in den Jahren 1930 und 1931 Deutscher Meister.
Mit der Übernahme reagiert der weltweit vermögendste Mann auf den Einstieg von Amazon-Gründer Jeff Bezos beim FC Liverpool. Bezos hat vor kurzem als Teil einer Investorengruppe 30 Prozent des Kapitals beim nordenglischen Profi-Club erworben. „Das musste jetzt sein“, erklärte Musk seinen Überraschungscoup auf der Pressekonferenz. „Jeff sollte nicht so tun, als würde ihm die ganze Welt gehören und als könne er sich einfach kaufen, was er will.“ Fußballvereine seien keine Spielzeuge, betonte Musk.
In den USA erwerben vermögende Unternehmer häufig Sportvereine aus dem Profibereich, bisher meist jedoch Football-, Basketball- und Baseballclubs. Im Februar 2026 sorgte Ken Barbie, Chef des US-Spielzeugherstellers Mattel, für Aufsehen, als er für 252 Mio. US-Dollar sämtliche Rechte an dem britischen Box-Weltmeister im Fliegengewicht, Mickey Upperton, kaufte.
Über den Kaufpreis für Hertha BSC haben Musk und die bisherigen Eigentümer Verschwiegenheit vereinbart. Bisher hielt die US-Investmentgesellschaft A-Cap die Mehrheit an der Lizenzspieler-Abteilung des Berliner Traditionsvereins.
Herthas Profibereich ist als Kommanditgesellschaft auf Aktien organisiert. Im deutschen Profifußball gilt die sogenannte 50+1-Regel, nach der der eingetragene Mutterverein mindestens 50 Prozent der Stimmen zuzüglich einer weiteren Stimme an der Kommanditgesellschaft halten muss. Laut Musk sei dies aber kein Problem für ihn.
Denn mit der Übernahme scheint Hertha-Präsident Fabian Drescher vor seiner Demission zu stehen. Als designierten Nachfolger nannte Musk bereits den US-amerikanischen Schauspieler und Sänger David Hasselhoff („Looking for Freedom“). Dieser verfüge über langjährige Berlin-Erfahrung und habe bereits mehrfach bewiesen, dass er große Menschenmengen hinter sich bringen könne. „Wer die Berliner Mauer zu Fall gebracht hat, wird auch Hertha wieder nach oben führen“, sagte Musk. „Er wird mit Sicherheit liefern. Hasselhoff eats!“
Nach Informationen aus gut informierten Kreisen soll Musk zunächst starkes Interesse am FC Bayern München bekundet haben. Dieses sei nach einem persönlichen Treffen mit Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß allerdings schnell wieder erloschen. Daraufhin habe sich Musk daran erinnert, dass er ein Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide besitzt, und Kontakt mit dem Hertha-Präsidium aufgenommen.
Eine Intervention von Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Woidke (SPD) sei fehlgeschlagen, heißt es. Musk habe sich zunächst zwar für einen kostenlosen Einstieg bei Energie Cottbus interessiert, weil Cottbus nach dem Red-Bull-Prinzip extrem schnell hochgepäppelt werden könne, wie Woidke versprach.
Doch letztlich ausschlaggebend sei für Musk die Spielstätte von Hertha BSC gewesen, heißt es aus den gut informierten Kreisen. Die „historische Aura“ des Berliner Olympiastadions sei nämlich das ideale Setting dafür, dass Musk endlich wieder vor großem Publikum seine Lieblingsgeste zeigen könne. Churchills Victory-Zeichen. Was sonst?
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